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Ein Tag als Landtagsabgeordneter

  • Okt 29 / 2015
  • 0
Termine

Ein Tag als Landtagsabgeordneter

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Zeit und Geld sparen! Das gilt auch für die Landtagsabgeordneten der Brandenburger AfD. Gleich drei Termine standen für mich am 28.Oktober auf dem Programm.

10:00 Uhr – Ein Ortstermin in der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt:
Und wegen eines Staus gleich eine halbe Stunde verspätet. Am Pförtnerhäuschen zeigt mein Mitarbeiter die Einladung vor. Wir werden nicht erwartet. Der Pförtner versucht erfolglos, das telefonisch zu klären. Wir sind geduldig. Schließlich gibt er auf und beschreibt uns den Weg zum Verwaltungstrakt.
Das Gelände ist trostlos. Es wird gebaut, Zelte blähen sich unter dem warmen Luftstrom der Heizaggregate. Überall Schlangen von Menschen, die vor Haustüren anstehen. Überwiegend Männer. Wenige Frauen und Kinder hocken auf der Wiese, sichtbar abgesondert. Blickkontakt mit uns wird vermieden.
Im Verwaltungsgebäude fragen wir uns durch. Mein Mitarbeiter, in Anzug und Jacket, wird von einer Dolmetscherin nach seiner Nationalität gefragt. Verwirrung beiderseits, bis klar wird, dass er kein „Kunde“ der Erstaufnahmeeinrichtung ist. Die Mitarbeiterin des Behördenchefs ist überrascht uns zu sehen. Der Chef hat einen Termin ausser Haus, ob wir nicht informiert wären? Später stellt sich heraus, dass der Termin am Vortag abgesagt wurde und uns die Nachricht darüber nicht mehr rechtzeitig erreicht hat. Unter vielen Entschuldigungen werden wir umgehend hinauskomplimentiert.

14:30 Uhr – Ein Besuch beim Bürgermeister von Slubice, der Schwesterstadt von Frankfurt / Oder:
Diesmal sind wir pünktlich. Der Bürgermeister, Tomasz Ciszewicz, ist noch auf einem auswärtigen Termin. Seine Beraterin, die exzellent Deutsch spricht, gibt uns einen Überblick über die grenzüberschreitende polnisch-deutsche Zusammenarbeit. Der Bürgermeister, der wenig später dazu stößt, ist ein resolut wirkender Endvierziger mit etwas altmodischer Stoppelfrisur. Wir tauschen Geschenke aus und begrüßen uns freundlich.
Die Themen, die in den nächsten zwei Stunden zur Sprache kommen, sind vielfältig: über die Wirtschaft in der Grenzregion, Probleme der unterschiedlichen Rechtssysteme, das Universitätswesen, Infrastruktur als Voraussetzung für nachbarschaftliches Zusammenwachsen, die Flüchtlingsproblematik und die Verwaltungsstrukturreform aus polnischer Sicht reicht der gespannte Bogen. Gewöhnungsbedürftig ist für uns dabei die Übersetzung durch die polnische Dolmetscherin. Zwar können wir, durch die Restkenntnisse aus unserem Russischunterricht und meine zahlreichen Aufenthalte in Osteuropa das eine oder andere erschließen, trotzdem ist das eine neue Erfahrung. Als wir uns verabschieden verspricht der Bürgermeister uns zur Eröffnung des neuen Busbahnhofes einzuladen – lautes Gelächter über meine Bemerkung, dies geschehe wohl eher als die Eröffnung des BER.

19:00 Uhr – Eine Rede bei einer vom Landesverband organisierten Veranstaltung zum Thema: „Asylchaos beenden!“:
Rund 350 AfD-Mitglieder, Sympathisanten und Frankfurter Bürger waren dem Aufruf der AfD in die Brandenburg-Halle gefolgt. Sicher kann man sich atmosphärischere Örtlichkeiten für so eine Veranstaltung vorstellen und so waren auch nicht alle Plätze besetzt.
Ich saß auf einem Podium, dass mit einer Deutschlandfahne geschmückt war. Neben mir hatte der Vertreter des Landesvorstandes Steffen Kotre und mein Landtagskollege Andreas Kalbitz Platz genommen. Wilko Möller aus dem AfD_Stadtverband Frankufurt / Oder und der Landesvorsitzende Dr. Gauland vervollständigten das Podium.
Nach einem Grüßwort von Wilko hatte ich das Vergnügen, die erste Rede halten zu dürfen. LINK MOZ. Der Abgeordnete Kalbitz und Dr. Gauland sprachen, von einer Fragerunde unterbrochen, nach mir.
Wir behandelten die aus dem Ruder gelaufende Asylpolitik der Regierung, beleuchteten den medialen Umgang mit der AfD. In den Fragerunden stellten wir uns den Fragen der Zuhörer und waren uns auch nicht zu schade, für unsere Überzeugungen zu streiten.
Auch im Anschluss an die Veranstaltung wurde eifrig diskutiert, so dass wir erst gegen 22:30 Uhr wieder gen Potsdam aufbrechen konnten.

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